Information

PFO — Tiergarten Pforzheim

Informationen zum Projekt
  • Projekt: 124 PFO
  • Aufgabe: Studie zur Quartiersentwicklung westlicher Tiergarten
  • Projektart: Mehrfachbeauftragung
  • Jahr: 2018
  • Auszeichnung: 1. Preis
  • Lage: Pforzheim (D)
  • Bauherr: Stadt Pforzheim
  • Mitarbeiter: Sarah Schmidt, David Hammer
  • Projektpartner: Schüller Landschaftsarchitekten

Sich einbinden in bestehende Strukturen, bisher Dagewesenes sinnvoll ergänzen und neu denken – die Begegnung mit dem ehemaligen Kasernenareal und dem neuen Quartier des Tiergartens bildet die Basis des Gestaltungskonzepts:

— Wir wollen das lebendige Areal des Tiergartens mit seiner organischen Geometrie fortführen und symbiotisch weiterdenken. Die Körnung des östlichen Tiergartens wird mit den Ein- und Zweifamilienhäusern fortgeführt. Die Hannah-Ahrendt-Strasse wird dafür adaptiert, ohne jedoch die gebaute Infrastruktur zu beeinträchtigen. Neue Strassen werden auf das Minimum reduziert.

— Neue Nutzungen wollen wir sensibel in den Naturraum einfügen. Im Norden zur Strasse des 3. Husarenregiments bilden punktförmige Geschosswohnungsbauten eine klare, aber durchlässige Kante und das neue Gesicht des Gebietes.

— Wir wollen wohnungsnahen, attraktiven Freiraum für Alle schaffen. Dies gelingt mit dem neuen, verbindenden Tiergartenpark.

TIERGARTENPARK - Ein Treffpunkt für Jung und Alt. Durchlässig zu Quartier und Stadtteil, nachbarschaftliches Treffen im Grünen. Er schlägt die Brücke zwischen der bisher wenig angebundenen Grünfläche oberhalb des Einkaufszentrums und dem im Westen angrenzenden Wald als Naherholungsgebiet.

Damit wird der, bisher schwach ausgeprägte, gemeinschaftliche Grünraum um eine große, einladende, urbane Baum- und Wiesenfläche ergänzt. Der Tiergartenpark ist Aufenthalts- und Verbindungsraum, zeigt sich offen und durchlässig und schafft doch intime und geschützte Räume.

KITA - Ein Pavillon inmitten des Parks, fußläufig erschlossen, grün umspült, so präsentiert sich die neue Kindertagesstätte als Gelenk zwischen Stadt, Geschosswohnungsbau und Wohnquartier. Als Vermittler zwischen Landschaft und Wohnraum ist sie durch Fuß- und Radwege mit dem Quartier verknüpft und Teil des Parks.

EIN- UND ZWEIFAMILIENHÄUSER - Wohnen wie in einem Park, und in einem Park. Weiterdenken der bestehenden Siedlung. Auf dem Plateau im Süden schließen sich Ein- und Zweifamilienhäuser behutsam an die Tiergartenbebauung an und führen diese logisch fort.

GESCHOSSWOHNUNGSBAU - Wohnen im Park. Geschosswohnungsbau mit starker Nachbarschaft. Ausrichtung nach Süden zum autofreien Park. Fünf quadratische Baukörper begrenzen das Areal nach Norden zur Straße. Jeweils zwei der Körper stehen zusammengefasst auf einem gemeinsamen Sockel, wobei der östliche Bau einen Solitär darstellt.

Der Entwurf der Wohnbauten macht sich die eigentlich ungünstige Topographie des Nordhangs zunutze. Die Erschließung ist durchgesteckt, zusätzlich zur strassenseitigen Erschließung werden die Wohnbauten von Süden gänzlich fußläufig erschlossen. Das Prinzip des Wohnens im Park wird in den Geschosswohnungsbauten konsequent umgesetzt. Nach Norden strahlen die Baukörper mit massivem Sockel und geordneter Fassade Klarheit aus. Sie orientieren sich nach Süden und öffnen sich zum Park hin mit Gemeinschaftsräumen, Balkonen und großzügigen Verglasungen.