Information

BON — Universitätscampus Bonn-Endenich

Informationen zum Projekt
  • Projekt: 028 BON
  • Aufgabe: freiraumplanerischer und städtebaulicher Masterplan für einen Universitätscampus
  • Projektart: Realisierungswettbewerb
  • Jahr: 2012
  • Auszeichnung: 1. Preis
  • Lage: Bonn-Endenich (D)
  • Bauherr: Bau und Liegenschaftsbetrieb NRW
  • Status: in Planung
  • Mitarbeiter: Sebastian Heinzelmann
  • Projektpartner: HJPplaner, Aachen, und Lützow 7, Berlin

Situation | Der bestehende Campus Bonn-Endenich liegt zwar im Grünen, jedoch gewinnt der Freiraum momentan daraus keine Qualität. Geprägt wird die Anlage von in die Jahre gekommenen Übergangsbauten aus den 70er Jahren und der Lage an der Autobahn.

Konzept | Der Entwurf organisiert den Universitätscampus Endenich als bandartige Struktur aus Gebäude-Clustern und nutzt hierzu die relativ ebenen Grundstücksbereiche entlang der Autobahntrasse. Die Gebäude blenden dabei sowohl optisch als auch akustisch die tieferliegende Autobahn aus. Das Rückgrat der Gesamtanlage bildet der öffentliche Boulevard zwischen geplantem Regiohaltepunkts im Norden und der Unterführung an der Endenicher Straße im Süden. Der Hangbereich zwischen Boulevard und dem Straßenzug „Auf dem Hügel“ bleibt als begrünter Naturraum weitestgehend frei von Bebauung und erhält seinen räumlichen Abschluss durch eine villenartige Bebauung entlang der Straße „Auf dem Hügel“.

Raumfolgen | Momentan ist der Campus im Stadtbild kaum wahrnehmbar. Die neue Kopfbebauung im Süden präsentiert die Universität nun auch nach außen. Hier beginnt auch der „Boulevard“ als öffentliche Durchwegung.  Eine wiederhergestellte historische Achse kreuzt diesen und verbindet den Campus mit den Instituten im Osten und über die Autobahn nach Westen in die Stadt. An diesem Schnittpunkt entsteht als Gelenk ein neuer Campusplatz. Den räumlichen Abschluss nach Norden bildet das bestehende Institutsgebäude der Chemie, durch Neubauten ergänzt und  in die neue Struktur eingebunden. Der Campus ist geprägt von den identitätsstiftenden Hochschulbauten, aber auch durchmischt mit hochschulaffinen Nutzungen. Das Freiraumkonzept basiert auf dem Ziel die prägende Bewaldung und Begrünung des Rheinterrassenhanges zu erhalten und weiterzuentwickeln. Folglich wird eine Bebauung der Hanglagen weitestgehend vermieden. So entstehen bewußt zwei sehr unterschiedliche Atmosphären. Zum Einen der große Naturraum mit offengelegtem Bachlauf als Naturerlebnis und Erholungsort.  Zum Anderen der langgezogen Stadtraum, mit den universitären Gebäudem entlang des Campusboulevards und des Campusplatzes. Zwischen beiden Bereichen gibt es immer wieder Querbezüge, Verbindungen und Blickachsen.