Information

VIN — Sonderpädagogisches Zentrum Vincenz City in Aulhausen

Informationen zum Projekt
  • Projekt: 036 VIN
  • Aufgabe: Umbau- / Rückbau Zentralgebäude und Neubaumaßnahmen auf dem Gelände des St. Vincenzstiftes in Rüdesheim-Aulhausen
  • Projektart: VOF-Verfahren
  • Jahr: 2012
  • Auszeichnung: 2. Rang
  • Lage: Rüdesheim / Rhein (D)
  • Bauherr: St.Vincenzstift gGmbH
  • Mitarbeiter: Tobias Bloh
  • Projektpartner: hjp-architekten, Grafenrheinfeld/Gießen

Städtebauliches Konzept
Um dem momentan sehr heterogenen Gebiet eine klare Struktur zu geben, wird es zunächst in zwei Bereiche zoniert.  Der Altbau erhält einen angemessenen Freiraum, der ihm die nötige Wirkung und Präsens gibt.  Dieser setzt sich zusammen aus Kirchvorplatz, dem Garten der Stille und dem Wohnplateau der Pfeifferschen Villa.   Dem wird das neue Plateau des Marktplatzes mit den vier Neubauten von Gestaltung des Tages, Küche/Caféteria, Fachschule und Bürgerportal gegenübergestellt. Der Marktplatz bildet die neue Mitte dieses Ensembles und des gesamten Geländes.  Hierhin orientieren sich auch die vier öffentlichen Foyers.  Die einheitliche Architektursprache verbindet die vier Baukörper zu einem großen Ganzen, in ihrer Maßstäblichkeit passen sie sich aber dem Gebiet und ihren Nutzungen an.  Durch die bewusste Ausdifferenzierung lassen sich die jeweiligen Funktionen klar ablesen.
Selbstverständliche Barrierefreiheit. 
Das gesamte Gelände und die Gebäude sollten nicht nur über aufwendige Rampenanlagen und Fahrstühle, sondern – den Grundsätzen des St. Vincenz Stifts folgend – auf eine selbstverständliche Art und Weise barrierefrei miteinander verbunden werden.
Das Eingangsniveau von der Straße, Marktplatz und der bestehende Zugang zum Theatersaal und der Kirche befinden sich daher auf demselben Niveau. Über seichte Steigungen im Garten der Stille und an der St. Vincenz-Promenade werden die Hauptzugänge zum Zentralgebäude und der Marktplatz in das Gelände eingebunden. Durch eine leichte Geländemodellierung wurden die Höhen soweit nivelliert und die Wege in das bestehende Gelände integriert, dass ein gleichberechtigter Rundgang für alle möglich wird.
Paradigmenwechsel „Mit ins Leben gehen“.
Der propagierte Paradigmenwechsel des Stiftes sollte sich auch in den neuen baulichen Strukturen des St. Vincenz Stifts widerspiegeln. Das Plateau mit den Neubauten direkt am neuen Eingang bildet dafür eine starke Adresse aus, die lockt, das Gelände zu besuchen.  Der Spagat ist, trotz dieser gewünschten Öffnung nach außen, im Inneren ruhige und auch intime Räume für die Bewohner und für die Mitarbeiter zu schaffen.