Information

CAM — Neubau Sprach- und Kulturwissenschaften Frankfurt

Informationen zum Projekt
  • Projekt: 080_CAM
  • Aufgabe: Neubau für die Sprach- und Kulturwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Projektart: Wettbewerb
  • Jahr: 2015
  • Lage: Frankfurt am Main (D)
  • Bauherr: Land Hessen
  • Mitarbeiter: Alexander Böckel, Daniel Springer
  • Projektpartner: wörner traxler richter | Frankfurt

Das städtebauliche Volumen wird entsprechend seiner inneren Funktionen auf zwei klare, kompakte Baukörper aufgeteilt, welche schon in der ersten Bauphase die Kanten des städtebaulichen Masterplans besetzen;  dem Fachbereichsbau im Norden mit den sprachlichen Instituten sowie sämtlichen Büroflächen des Studentenwerks und des Hochschulrechenzentrums, sowie dem zurückgesetzten Werkstatt- und Logistikgebäude im Süden, welches die Hauswerkstätten und sämtliche Anlieferung aufnimmt. Der zukünftige Baukörper der Kunstpädagogik schließt die bauliche Kante entlang der Rostocker Strasse im zweiten Bauabschnitt. Der Zwischenraum, jetzt repräsentativer Vorplatz und offene, nutzbare Freifläche wird dann zum Verbindungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität; mit gemeinsamen Foyer, überdachtem Aussenraum und intimen Hof für Veranstaltungen und Pausen.



Vom Foyer im Erdgeschoss gelangt man direkt in die Bibliothek. Eine zentrale Achse zwischen zwei Lichthöfen, an denen die ersten Leseplätze angeordnet sind, führt zu den Büchern und zur Treppe in die oberen Geschosse an der Ostseite des Gebäudes.  In diesem dreigeschossigen Riegel sind an den Kopfenden jeweils die Büchertürme angeordnet, in der Mitte befindet sich ein zentraler Lesesaal.




Den Abschluß bildet die Caféteria im obersten Geschoss, von dessen Speisesaal und vor allem dessen Terrasse man bei einem guten Cappuccino einen hervorragenden und einzigartigen Blick über den gesamten Campus, seine weiten Rasenflächen bis zum IG-Farben Haus von Poelzig hat.

Grundkonzept bei der Anordnung der verschiedenen Nutzungen ist eine vertikale Gliederung der drei Hauptfunktionen, was eine klare Orientierung und gleichzeitig sehr kurze Wege innerhalb der Nutzungsbereiche ermöglicht.
Im Fachbereichsbau werden die Sprachlichen Institute und die Verwaltungen von u.a. Studentenwerk und Hochschulrechenzentrum daher immer gegenüberliegend angeordnet.  Verbunden werden alle durch die große, skulpturale Treppe, und das durchgehende Atrium in dem auch immer wieder verschiedene Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche verteilt sind.  Dies hat zur Folge, daß alle Bereiche direkt vom Foyer erreichbar sind und Cluster von ein bis höchstens drei zusammenhängenden Nutzungseinheiten entstehen, aber nie fremde Bereiche durchquert werden müssen.  Die Bereiche sind dadurch in sich sehr kompakt organisiert, was kurze Wege ermöglicht. 

Durch ein schmales Band ist der Fachbereichsbau mit dem Logistik- und Werkstattgebäude verbunden, welches als dritter Kernbereich sämtliche technischen Funktionen aufnimmt.  Dies ist, neben den Hauswerkstätten, die gesamte Ver- und Entsorgung des Gebäudes, inklusive Anlieferung von Caféteria, der Bibliothek, der Hauswerkstätten, sowie getrennt davon des Müllzentrums und die technischen Ver- und Entsorgung beider Gebäude.
 Sowohl die Mensa, als auch die Bibliothek können hier ungestört zu jeder Tag- und Nachtzeit unmitellbar angefahren werden, ohne den Betrieb des Campus zu beeinträchtigen.