Information

RIC — Die Molkerei als Kreativquartier

Informationen zum Projekt
  • Projekt: 117 RIC
  • Aufgabe: Sanierung und Umbau eines denkmalgeschützten Hofensembles zum Kreativquartier
  • Projektart: Direktauftrag
  • Jahr: 2017-2019
  • Lage: Berlin (D)
  • Bauherr: BERLINWORKS
  • Status: im Bau
  • Mitarbeiter: A. Hitz, L. Söhner Hernando, U. Zimmermann

Für einen privaten Bauherrn plant dreigegeneinen aktuell den Umbau und Teilersatzneubau eines Doppelgehöfts in Berlin-Neukölln. Das bisher als KFZWerkstatt und Bürohaus genutzte Gebäudeensemble wird nach dem Umbau auf 2.200m² BGF Büroflächen für, im Kreativbereich tätige Selbstständige beherbergen. Um eine Nutzungsmischung gewährleisten zu können werden Einheiten von 25m2 bis hin zu ca. 250m2 an-geboten werden. Ziel ist es einen lebendigen Ort zu schaffen an dem sich die dort arbeitenden Personen gegenseitig unterstützen und bei dem sich durch die überschaubare Größe des Ensembles hilfreiche Synergien zwischen den verschiedenen Disziplinen ergeben.

 

Die ehemaligen Bauernhäuser sind Teil des Böhmischen Dorfes, im Ortsteil Rixdorf und stehen unter Ensembleschutz. Daher planen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz den denkmalgerechten Teilersatzneubau des Hinterhauses und der Remise. Beide Gebäude wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und in den Nachkriegsjahren auf nicht historisch begründeten Grundrissen neu errichtet. Infolge ihrer jahrelangen Nutzung als KFZ-Werkstatt waren diese stark baufällig geworden.

 

Die Neubauten werden auf historischem Grundriss errichtet und werden, im Gegensatz zu ihren Vorgängern aus den 1950er Jahren in Kubatur, First- und Traufhöhe sowie ihrem gesamten Erscheinungsbild vollständig den Forderungen des Denkmalschutzes gerecht. Die Hinterhäuser zur Kirchgasse, welche derzeit direkt aneinander anschließen, werden in der aktuellen Planung wieder auf Lücke gebaut und erhalten so ihren ortstypischen Durchgang von der Gasse zum Hof zurück. Die Remise erhält wieder das typische Pultdach. Die Hoffläche, welche bisher vollständig durch großformatige Betonplatten versiegelt war, wird zurückgebaut und in historischer Pflasterung neu ersetzt. Die Toranlagen zur Richardstraße und zur Kirchgasse werden saniert beziehungsweise neu errichtet.